13428 S/HS (Seminar/Hauptseminar)

WiSe 16/17: Arbeit. Ein Thema der Bildenden Kunst zwischen Mythologie und Realismus (17.-19. Jhdt)

Joachim Rees

Kommentar

Karl Valentins Bemerkung, dass Kunst schön sei, aber viel Arbeit mache, begrüßt uns heute in Postkartenform in jedem Museumsshop. Längst hat sich eine sachliche Auffassung von Arbeit gegenüber einem emphatischen Begriff von Schöpfung durchgesetzt, wenn es darum geht, Herstellungsweisen und Ergebnisse künstlerischen Handelns zu kennzeichnen. Wir fragen in dieser Lehrveranstaltung nach den Wechselwirkungen zwischen bildkünstlerischer Arbeit und Arbeitswelten jenseits des Ateliers vom mittleren 17. bis ins frühe 20. Jahrhundert – ein historischer Zeitraum, in dem Arbeit im Wandel vom zünftischen Handwerk über das Manufakturwesen bis zur Industrialisierung zu einer zentralen gesellschaftlichen Kategorie aufrückte. Drei Aspekte stehen dabei im Vordergrund: 1. Der ikonographische Wandel von Arbeitsdarstellungen im Verhältnis zu gattungsästhetischen und sozialen Normen; 2. der Wandel von Künstlerrollen und -stilisierungen im Verhältnis zu handwerklicher und industrieller Arbeit sowie bohèmehafter ‚Arbeitsverweigerung‘; 3. die Ausdifferenzierung einer visuellen Topik der ‚Arbeitswelt‘ um 1900, an der gerade jene Künstlerinnen und Künstler beteiligt gewesen sind, die sich für eine Aufhebung des Gegensatzes von ‚Kunst‘ und ‚Arbeit‘ eingesetzt haben. Im Mittelpunkt der gemeinsamen ‚Arbeit am Bild‘ stehen jeweils Schlüsselwerke der europäischen Malerei und Graphik von Velasquez und Rubens über Chardin und Vernet bis zu Courbet, Millet, Menzel, Meunier, Kollwitz und van Gogh. Schließen

Literaturhinweise

Einführende Literatur: Wolfgang Braunfels: Industrielle Frühzeit im Gemälde. Erzbergbau und Eisenhütten in der europäischen Malerei 1500-1850, Düsseldorf 1957. – Helmut Pfeiffer, Hans Robert Jauß, Françoise Gaillard (Hg.): Art social und art industriel. Funktionen der Kunst im Zeitalter des Industrialismus, München 1987. – Ausst.-Kat. Die zweite Schöpfung. Bilder der industriellen Welt vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart, hrsg. v. Sabine Beneke und Hans Ottomeyer, Deutsches Historisches Museum im Martin-Gropius-Bau, Wolfratshausen 2002. Schließen

16 Termine

Regelmäßige Termine der Lehrveranstaltung

Do, 20.10.2016 16:00 - 18:00

Dozenten:
Univ.-Prof. Dr. Joachim Rees

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Do, 27.10.2016 16:00 - 18:00

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Do, 03.11.2016 16:00 - 18:00

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Do, 10.11.2016 16:00 - 18:00

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Do, 17.11.2016 16:00 - 18:00

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Do, 24.11.2016 16:00 - 18:00

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Do, 01.12.2016 16:00 - 18:00

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Do, 08.12.2016 16:00 - 18:00

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Do, 15.12.2016 16:00 - 18:00

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Do, 05.01.2017 16:00 - 18:00

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Do, 12.01.2017 16:00 - 18:00

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Do, 19.01.2017 16:00 - 18:00

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Do, 26.01.2017 16:00 - 18:00

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Do, 02.02.2017 16:00 - 18:00

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Do, 09.02.2017 16:00 - 18:00

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Do, 16.02.2017 16:00 - 18:00

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