SoSe 23: Organizing Reliability in times of crises
Jörg Sydow, Carolin Auschra
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FB Wirtschaftswissenschaft Management-Department |
Prof. Jörg Sydow, Dr. Carolin Auschra
Wissenschaftliche Konzepte und Methoden im Management
Forschungsseminar Management: Reliabilität in Krisenzeiten organisieren
Sommersemester 2023
Seminarbeschreibung
Krisen wie 9/11, die Corona-Pandemie oder der Überfall Russlands auf die Ukraine stellen ganz neue, oft unvorhergesehene Anforderungen an Organisationen und organisationsübergreifende Kooperationen. Die Management- und Organisationsforschung befasst sich seit langem mit der Vorbereitung auf und dem Umgang mit solchen extern induzierten Krisen. Im Fokus standen bislang vor allem „High reliability organizations“ (HRO), wie z.B. die Flugsicherung und Atomkraftwerke. HROs zeichnen sich dadurch aus, dass sie trotz einen hohen Fehleranfälligkeit der genutzten Technologie und/oder Umwelt wenig schwerwiegende Fehler produzieren. Dazu nutzen sie bestimmte Organisationsprinzipien. Allerdings stellt sich die Frage, wie sich organisationale Zuverlässigkeit definieren lässt. Dabei kommen z.B. Fehleranfälligkeit, Kunden- und Mitarbeitersicherheit aber auch wirtschaftliche Zuverlässigkeit in Frage. Zudem ist es im Rahmen des Krisenmanagements auch vorstellbar, dass bisherige „low reliability organizations“ nach mehr Zuverlässigkeit streben. Im Rahmen der Corona-Pandemie trifft dies beispielsweise außer auf die meisten Unternehmen auch auf Schulen, Krankenhäuser und Pflegeheime zu, die ihre Mitarbeiter:innen, Kund:innen und Klient:innen vor COVID-19 Infektionen schützen müssen.
Im Rahmen des Seminars wird untersucht, wie sich Zuverlässigkeit in bestimmten organisationalen Kontexten verstehen lässt und welche Maßnahmen Organisationen angesichts von Krisen zum Erreichen einer höheren Zuverlässigkeit ergreifen. Dabei wird im Rahmen der Seminararbeit ein selbst gewähltes Branchenbeispiel genauer untersucht. Gleichzeitig bietet das Seminar die Möglichkeit, Kompetenzen zum Verfassen einer wissenschaftlichen Arbeit zu erwerben.
Die Prüfungsleistung erfolgt im Wesentlichen in Form der Erstellung, Präsentation und Diskussion einer schriftlichen Hausarbeit in Gruppen von zwei Studierenden.
Vorgesehene Termine
Di, 18.04.2023, 10-11:30Uhr |
Einführung, Organisatorisches, kurze theoretische Einführung, Angabe von Präferenzen für branchenspezifische Themen, alle |
Di, 25.04.2023, 10-11:30Uhr Gruppe 1 + 2: 10:00 – 10:30Uhr Gruppe 3 + 4: 11:00 – 11:30Uhr |
Diskussion Text 1, parallel in vier Gruppen |
Di, 02.05.2023, 10-11:30Uhr Gruppe 1 + 2: 10:00 – 10:30Uhr Gruppe 3 + 4: 11:00 – 11:30Uhr |
Diskussion Text 2, parallel in vier Gruppen |
Di, 09.05.2023, 9:30-12Uhr Gruppe 1 + 2: 09:30 – 10:30Uhr Gruppe 3 + 4: 11:00 – 12:00Uhr |
Diskussion Text 3 und Beantwortung von Fragen zum wissenschaftlichen Arbeiten, parallel in vier Gruppen |
Di, 06.06.2023, 9-12Uhr Gruppe 1 + 2: 09:00 – 10:15Uhr Gruppe 3 + 4: 10:45 – 12:00Uhr
|
Zwischenpräsentation der Seminararbeitsthemen anhand einer vorläufigen Gliederung, parallel in vier Gruppen |
Do und Fr, 13. + 14.07.2023, ganztägig |
Abschlusspräsentationen (vorab erstelle Präsentation/Video mit anschließender Diskussion) und Reflexion des Seminars, parallel in zwei Gruppen |
Abgabefrist für die Seminararbeiten: 31.07.2023
Gruppen mit branchenspezifischem Schwerpunkt
1. Krankenhäuser
2. Personentransport und damit verbundene Infrastruktur
3. Globale Produktionsnetzwerke
4. Feuerwehr und Rettungsdienste
Die genauen Themen werden im Rahmen des Seminars festgelegt. Themen können doppelt vergeben werden. Die Seminararbeit kann auf Deutsch oder Englisch verfasst werden.
Bewerbung und Anmeldung
Die Anzahl der Seminarteilnehmenden ist auf maximal 26 begrenzt. Sollte es mehr Interessierte als verfügbare Plätze geben, werden die Seminarplätze nachfolgenden Auswahlkriterien vergeben: Vertiefung Management, Fachsemester und Begründung des Interesses an der Seminarteilnahme.
Bei Interesse an der Seminarteilnahme senden Sie bitte bis zum 1. April 2023 folgende Informationen per Email an Frau Birgit Algermissen (ls-sydow@campus.fu-berlin.de):
- Name und Matrikelnummer
- Welche betriebswirtschaftlichen Vertiefungsfächer haben Sie bereit belegt?
- In welchem Fachsemester befinden Sie sich gerade?
- Warum möchten Sie an dem Seminar teilnehmen (maximal 500 Zeichen!)?
Texte:
Text 1:
Roberts, Karlene H. (1990): Managing high reliability organizations. In: California Management Review 32 (4), S. 101–113. DOI: 10.2307/41166631.
Text 2:
Cantu, Jaime; Tolk, Janice; Fritts, Steve; Gharehyakheh, Amin (2020): High reliability organization (HRO) systematic literature review: Discovery of culture as a foundational hallmark. In: Journal of Contingencies and Crisis Management 28 (4), S. 399–410. DOI: 10.1111/1468-5973.12293.
Text 3:
Weick, Karl Edward; Sutcliffe, Kathleen M.; Obstfeld, David (1999): Organizing for high reliability: Processes of collective mindfulness. In: Research in Organizational Behavior 1, S. 81–123.
Bei inhaltlichen wie organisatorischen Rückfragen: carolin.auschra@fu-berlin.de
FB Wirtschaftswissenschaft Management-Department |
Prof. Jörg Sydow, Dr. Carolin Auschra
Wissenschaftliche Konzepte und Methoden im Management
Forschungsseminar Management: Reliabilität in Krisenzeiten organisieren
Sommersemester 2023
Seminarbeschreibung
Krisen wie 9/11, die Corona-Pandemie oder der Überfall Russlands auf die Ukraine stellen ganz neue, oft unvorhergesehene Anforderungen an Organisationen und organisationsübergreifende Kooperationen. Die Management- und Organisationsforschung befasst sich seit langem mit der Vorbereitung auf und dem Umgang mit solchen extern induzierten Krisen. Im Fokus standen bislang vor allem „High reliability organizations“ (HRO), wie z.B. die Flugsicherung und Atomkraftwerke. HROs zeichnen sich dadurch aus, dass sie trotz einen hohen Fehleranfälligkeit der genutzten Technologie und/oder Umwelt wenig schwerwiegende Fehler produzieren. Dazu nutzen sie bestimmte Organisationsprinzipien. Allerdings stellt sich die Frage, wie sich organisationale Zuverlässigkeit definieren lässt. Dabei kommen z.B. Fehleranfälligkeit, Kunden- und Mitarbeitersicherheit aber auch wirtschaftliche Zuverlässigkeit in Frage. Zudem ist es im Rahmen des Krisenmanagements auch vorstellbar, dass bisherige „low reliability organizations“ nach mehr Zuverlässigkeit streben. Im Rahmen der Corona-Pandemie trifft dies beispielsweise außer auf die meisten Unternehmen auch auf Schulen, Krankenhäuser und Pflegeheime zu, die ihre Mitarbeiter:innen, Kund:innen und Klient:innen vor COVID-19 Infektionen schützen müssen.
Im Rahmen des Seminars wird untersucht, wie sich Zuverlässigkeit in bestimmten organisationalen Kontexten verstehen lässt und welche Maßnahmen Organisationen angesichts von Krisen zum Erreichen einer höheren Zuverlässigkeit ergreifen. Dabei wird im Rahmen der Seminararbeit ein selbst gewähltes Branchenbeispiel genauer untersucht. Gleichzeitig bietet das Seminar die Möglichkeit, Kompetenzen zum Verfassen einer wissenschaftlichen Arbeit zu erwerben.
Die Prüfungsleistung erfolgt im Wesentlichen in Form der Erstellung, Präsentation und Diskussion einer schriftlichen Hausarbeit in Gruppen von zwei Studierenden.
Vorgesehene Termine
Di, 18.04.2023, 10-11:30Uhr |
Einführung, Organisatorisches, kurze theoretische Einführung, Angabe von Präferenzen für branchenspezifische Themen, alle |
Di, 25.04.2023, 10-11:30Uhr Gruppe 1 + 2: 10:00 – 10:30Uhr Gruppe 3 + 4: 11:00 – 11:30Uhr |
Diskussion Text 1, parallel in vier Gruppen |
Di, 02.05.2023, 10-11:30Uhr Gruppe 1 + 2: 10:00 – 10:30Uhr Gruppe 3 + 4: 11:00 – 11:30Uhr |
Diskussion Text 2, parallel in vier Gruppen |
Di, 09.05.2023, 9:30-12Uhr Gruppe 1 + 2: 09:30 – 10:30Uhr Gruppe 3 + 4: 11:00 – 12:00Uhr |
Diskussion Text 3 und Beantwortung von Fragen zum wissenschaftlichen Arbeiten, parallel in vier Gruppen |
Di, 06.06.2023, 9-12Uhr Gruppe 1 + 2: 09:00 – 10:15Uhr Gruppe 3 + 4: 10:45 – 12:00Uhr
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Zwischenpräsentation der Seminararbeitsthemen anhand einer vorläufigen Gliederung, parallel in vier Gruppen |
Do und Fr, 13. + 14.07.2023, ganztägig |
Abschlusspräsentationen (vorab erstelle Präsentation/Video mit anschließender Diskussion) und Reflexion des Seminars, parallel in zwei Gruppen |
Abgabefrist für die Seminararbeiten: 31.07.2023
Gruppen mit branchenspezifischem Schwerpunkt
1. Krankenhäuser
2. Personentransport und damit verbundene Infrastruktur
3. Globale Produktionsnetzwerke
4. Feuerwehr und Rettungsdienste
Die genauen Themen werden im Rahmen des Seminars festgelegt. Themen können doppelt vergeben werden. Die Seminararbeit kann auf Deutsch oder Englisch verfasst werden.
Bewerbung und Anmeldung
Die Anzahl der Seminarteilnehmenden ist auf maximal 26 begrenzt. Sollte es mehr Interessierte als verfügbare Plätze geben, werden die Seminarplätze nachfolgenden Auswahlkriterien vergeben: Vertiefung Management, Fachsemester und Begründung des Interesses an der Seminarteilnahme.
Bei Interesse an der Seminarteilnahme senden Sie bitte bis zum 1. April 2023 folgende Informationen per Email an Frau Birgit Algermissen (ls-sydow@campus.fu-berlin.de):
- Name und Matrikelnummer
- Welche betriebswirtschaftlichen Vertiefungsfächer haben Sie bereit belegt?
- In welchem Fachsemester befinden Sie sich gerade?
- Warum möchten Sie an dem Seminar teilnehmen (maximal 500 Zeichen!)?
Texte:
Text 1:
Roberts, Karlene H. (1990): Managing high reliability organizations. In: California Management Review 32 (4), S. 101–113. DOI: 10.2307/41166631.
Text 2:
Cantu, Jaime; Tolk, Janice; Fritts, Steve; Gharehyakheh, Amin (2020): High reliability organization (HRO) systematic literature review: Discovery of culture as a foundational hallmark. In: Journal of Contingencies and Crisis Management 28 (4), S. 399–410. DOI: 10.1111/1468-5973.12293.
Text 3:
Weick, Karl Edward; Sutcliffe, Kathleen M.; Obstfeld, David (1999): Organizing for high reliability: Processes of collective mindfulness. In: Research in Organizational Behavior 1, S. 81–123.
Bei inhaltlichen wie organisatorischen Rückfragen: carolin.auschra@fu-berlin.de
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